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Amtliche Mitteilungen - Sonstiges "Narrenmesse" in Schwyz Bereits anlässlich der Fasnacht 2009 hat in der Pfarrkirche St. Martin in Schwyz eine so genannte "Narrenmesse" stattgefunden. Kostümierte und maskierte Personen sowie eine Guggenmusik sind im Rahmen einer Eucharistiefeier in der Kirche und auch im Altarraum aufgetreten. Bischof Vitus Huonder hat unmittelbar nach diesem Anlass Herrn Pfarrer Reto Müller gebeten, darauf in Zukunft zu verzichten. Der Diözesanbischof hat im übrigen an der Bischofsratssitzung vom 20. Februar 2009 darum gebeten, das Thema der "Narrenmessen" im Priesterrat zu traktandieren, was leider aufgrund anderer drängender Fragen noch nicht geschehen konnte. An der Bischofsratsitzung vom 5. März 2009 hat Bischof Vitus das Thema noch einmal angemahnt und anlässlich der Sitzung des Bischofsrats vom 12. November 2009 die regionalen Generalvikare, auch den für die Urschweiz zuständigen Dr. Martin Kopp, gebeten, die schwerwiegende Besorgnis des Diözesanbischofs in die Dekanenkonferenzen einzubringen. Es trifft somit keineswegs zu, dass die für den 14. Februar 2010 in Schwyz vom dortigen Pfarrer dennoch wieder geplante "Narrenmesse" seitens des Diözesanbischofs kurzerhand verboten worden sei. Bischof Vitus Huonders Bedenken richten sich nicht gegen die Fasnacht als solche. Diese hat durchaus Platz in einer Pfarrei, etwa in fasnächtlichen Anlässen im Pfarreizentrum. Es geht Bischof Vitus jedoch um die Achtung vor dem Kirchenraum als Haus Gottes und insbesondere um die Ehrfurcht vor dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn, der im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig ist. Eine Nachfrage beim Sekretariat des Erzbischofs von Köln hat ergeben, dass die Behauptung keineswegs zutrifft, Kardinal Joachim Meisner feiere jedes Jahr mit einer Narrenkappe die Eucharistie. Vielmehr gilt im Erzbistum Köln die "Handreichung zu Brauchtums- und Mundartmessen", auf die noch einzugehen ist. Das Bischöfliche Ordinariat hat im Zusammenhang mit der in der Pfarrkirche Schwyz geplanten "Narrenmesse" bisher viele zustimmende und ablehnende Stellungnahmen erhalten. Diese spiegeln die geteilten Meinungen unter den Gläubigen wider und belegen, dass Anlässe dieser Art polarisieren und spalten. Es ist zu hoffen, dass die gegenwärtige Diskussion um die Pfarrei Schwyz Anlass gibt, die von Bischof Vitus schon seit einem Jahr gewünschte Diskussion über fasnächtliche Anlässe im kirchlichen Raum nun in Gang zu bringen. Die erwähnte "Handreichung zu Brauchtums- und Mundartmessen" des Erzbistums Köln scheint dafür eine taugliche Grundlage zu sein. Bischöfliches
Ordinariat Kontakt: Bischofsvikar
Christoph Casetti |
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