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Bistum Chur

Predigt von Bischof Vitus Huonder anlässlich des Pontifikalamtes am Weihnachtstag, 25. Dezember 2013, in der Kathedrale in Chur

Brüder und Schwestern im Herrn,

   wir leben einen Augenblick, da wir alles aufgeben, alles vergessen, alles hinter uns lassen sollten: Uns selber, unsere Umgebung, jede Ablenkung, jedes Problem, jede Belastung, ja sogar jeden Fehler, jede Schuld, jedes quälende Schuldgefühl. Wir sollten uns von allem befreien. Wir sollten alles hinter uns lassen, um uns nach einem einzigen Gegenstand auszurichten und ihm unsere ganze Aufmerksamkeit zu schenken: der Geburt Christi. Und warum? Der Evangelist Johannes gibt uns eine kurze, gedrängte Begründung dazu: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt (Joh 1,14). Damit sagt er alles, was heute gesagt werden und unsere ganze Zuwendung beanspruchen soll.

   Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Dieses Ereignis betrifft jeden Menschen: Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt (Joh 1,9), erklärt wiederum Johannes. Dieses Ereignis betrifft demnach jeden Menschen so sehr, dass er sich der Betrachtung dieses Geschehens ganz hingeben sollte; so lange hingeben sollte, bis er es vollkommen in sich aufgenommen hat. Mit einem Fremdwort könnten wir sagen, bis er es ganz assimiliert hat. Deshalb muss dieses Ereignis bekannt gemacht werden – zu jeder Zeit, der ganzen Welt.

   Betrachten wir den ersten Satz dieser Aussage: Und das Wort ist Fleisch geworden. Das  heißt, Gottes Sohn ist Mensch geworden. Das Unfassbare, das Unvorstellbare ist geschehen, dass Gott als Mensch in unserer Mitte erscheint, nicht als der furchterregende Gott, vor dem niemand bestehen kann, sondern als Mensch. Der ewige Gott wird vergänglicher Mensch. Ohne sein göttliches Wesen abzulegen wird Gottes Sohn Mensch. Er geht den Weg des Menschen von der Empfängnis bis zum Tod. Gott erscheint derart unter uns, dass wir ihn fassen können, dass wir ihm furchtlos begegnen können, ja, so begegnen können, dass wir ihn auch zu verwunden vermögen. Denken wir an die Passion des Herrn, etwa an die Worte des Evangelisten: „Da spuckten sie ihn ins Gesicht und schlugen ihn. Andere ohrfeigten ihn“ (Mt 26,67). Gottes Sohn wird Mensch, vergänglicher, verwundbarer Mensch. Das ist die Botschaft von Weihnachten, genauer gesagt, das ist der erste Teil der Botschaft von Weihnachten.

   Diesem ersten Teil folgen die Worte „… und hat unter uns gewohnt“. Die Menschwerdung des Sohnes Gottes hat einen tiefen Sinn und eine besondere Bedeutung. Gottes Sohn wohnt  unter uns. Johannes betont dieses Wohnen unter uns. Er hebt damit hervor, dass Gottes Sohn wirklich mit uns sein will. Vom griechischen Ausdruck her lautet die Aussage „… und er hat unter uns sein Zelt aufgeschlagen“. Wir erinnern uns an den Zug des Volkes Israel durch die Wüste. Da ging Gott auch mit dem Volk – in einem Zeltheiligtum ging Gott mit. Um dem Volk nahe zu sein und ins verheißene Land zu führen, ging Gott mit. Heute geht Gottes Sohn mit uns auf der Wanderschaft des Lebens. Er macht sich mit uns auf den Weg, auf den Weg, um uns ans Ziel zu führen, zur Herrlichkeit, von der her er kommt, zum göttlichen Leben. Dazu sagt uns Johannes: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit“. Dahin will der Sohn Gottes uns führen.

   Ich wiederhole: Wir leben einen Augenblick, da wir alles aufgeben, alles vergessen, alles hinter uns lassen sollten: Uns selber, unsere Umgebung, jede Ablenkung, jedes Problem, jede Belastung, ja sogar jede Schuld. Wir sollten uns angesichts der menschlichen Geburt des Sohnes Gottes von allem befreien. Und warum? Nicht weil alles andere gleichgültig wäre, sondern weil wir alles andere – vor allem das Belastende und Bedrückende – durch dieses eine Ereignis in einem ganz neuen Licht sehen. Die Welt verwandelt sich. Das Leben wird anders. Wir verändern uns und verändern die Welt, wenn wir das Fleisch gewordene Wort aufnehmen und uns von ihm „erleuchten“ lassen (vgl. Joh 1,9); denn seitdem das Wort Fleisch geworden ist, gilt: Allen aber, die ihn aufnahmen – die ihn aufnehmen – gab er Macht – gibt er Macht – Kinder Gottes zu werden (vgl. Joh 1,32), Menschen der sorgenden und liebenden Zuwendung Gottes. Amen.

     Carissimi, „non c’è spazio per la tristezza nel giorno in cui nasce la vita, una vita che distrugge la paura della morte e dona la goia delle promesse eterne“. Con queste parole di san Leone Magno vi porgo i migliori auguri per la festa di Natale. Mi sta a cuore dirvi che tutto l’amore di Dio per noi uomini si concentra sulla nascita di suo Figlio affinché abiti in mezzo a noi per darci il potere di diventare figli di Dio, senso profondo del nostro esistere. Non dimenticate mai questa delicatezza del Padre celeste verso tutti noi. Sia d’aiuto per il vostro cammino di fede attraverso un mondo che ci offre spesso delle situazioni oscure e strane e di poca speranza. In questi momenti è importante sapere che il Figlio di Dio a partire dalla sua nascita abita in mezzo a noi, Lui che è Via, Verità e Vita.

      Frars e soras enten Cristus, quests dis haiel jeu survegniu biars salids ed auguris per la fiasta da Nadal ed igl onn vegnent. Denter auter ha in confrar scret a mi: „Era sche nossa veta ei magari enqual viadi tras la notg, selegrein nus dalla glisch da nies bien Diu ch’ei vegnius tier nus el pauper cuvel da Bethehem, per parter cun nus era tut il stgir da nossa veta e da nies mund.“ Quels plaids less jeu dar vinavon a Vus cun mes megliers giavischs per quei sogn Nadal 2013.

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