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Kathedrale
Chur - Restaurierung
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18.
Juni 2001: Beginn der
Vorbereitungsarbeiten für die 1. Restaurierungsetappe |
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Seit Jahren schon spricht man von der notwendigen Restaurierung der Churer Kathedrale. Wer sie besucht, sieht sofort, dass sie mindestens eine gründliche Reinigung braucht. Es gibt aber verborgenere Mängel. So ist zum Beispiel die gesamte elektrische Anlage so veraltet, dass sie vollständig erneuert werden muss.
Bei der ersten Etappe geht es jedoch vor allem um den prachtvollen spätgotischen Flügelaltar im Hochchor. Er hat unter einem jahrelangen zu trockenen Klima und unter der Sonneneinstrahlung gelitten. Die Schäden sind so akut, dass jedes weitere Zuwarten nicht mehr verantwortet werden kann. Dank der grosszügigen Unterstützung der Gedächtnisstiftung Peter Kaiser, Vaduz, kann diese wichtige Aufgabe nun in Angriff genommen werden. Peter Kaiser (1793 - 1864) war ein bedeutender Liechtensteiner, der jedoch während vielen Jahren in Disentis und Chur als Professor und Historiker tätig gewesen ist. Da er in Chur verstarb, fand er seine letzte Ruhestätte auf dem Domfriedhof. Sein Grabstein befindet sich an der Aussenwand des Altarhauses, in dem der Hochaltar steht.
Dank der besonderen
Lage der Kathedrale in der bischöflichen Stadtburg gehört er
zu den wenigen grossen Altarwerken dieses Gebiets, die vom Bildersturm
verschont blieben.
Schon vor dem offiziellen Arbeitsbeginn am 18. Juni 2001 waren zwei Mitglieder des Restauratorenteams an der Arbeit: links auf dem Altartisch Prof. Oskar Emmenegger aus Zizers GR und rechts mit dem Notebook Matthias Mutter aus Naters VS. |
Auf der Ost-, Nord- und Westseite dringt Feuchtigkeit durch das Mauerwerk und verursacht Schäden im Innern. Deutlich sieht man dies auf dem folgenden Bild. Hier kommt die Feuchtigkeit vom kleinen Friedhof, der neben dem Hauptportal der Kathedrale liegt.
Zur Biographie von Peter Kaiser
Der Hochaltar der Kathedrale Chur Der 1486 von Bischof Ortlieb von Brandis bestellte Hochaltar für die Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt gilt als bedeutendster und grösster Schnitzaltar der Schweiz und ist mit seinen 152 auf Vorder- und Rückseite verteilten Figuren der figurenreichste im süddeutsch-schweizerischen Raum.
(Vgl. Spätgotische Flügelaltäre in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein, Hrsg. Von Astrid von Beckerath, Marc Antoni Nay, Hans Rutishauser, Redaktion: Armon Fontana, ISBN 3 905241 89 7)
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