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Kathedrale Chur - Restaurierung Zur Biographie von Peter Kaiser (1793 - 1864) Peter Kaiser wurde am 1. Oktober 1793 als neuntes Kind des Bauernehepaars Michael Kaiser und Anna Maria Matt in Mauren geboren und verstarb am 23. Februar 1864 in Chur. Den Schulbesuchen in Mauren, Feldkirch und Wien schlossen sich Studien in Recht, Geschichte, Philosophie und Staatswissenschaften in Wien und Freiburg im Breisgau an. Dort profilierte er sich als Aktivist der Studentenbewegung. Seit 1819 lehrte er Geschichte und Sprachen in Hofwil (Fellenberg), Yverdon (Pestalozzi), Aarau, Disentis und Chur. Er war zudem Rektor und Vizerektor, Präsident der Bündner Geschichtsforschenden Gesellschaft, er verfasste ein Geschichtslehrbuch und weitere historische Studien. 1856 schenkten ihm die Bündner Gemeinde Vigens und der Kanton für seine Verdienste das Bürgerrecht. Trotz seines Wohnsitzes im Ausland wurde Kaiser für Liechtenstein aktiv. 1840 war er Mitglied einer Deputation, die beim Fürsten eine Petition überreichen sollte, 1847 erschien seine «Geschichte des Fürstentums Liechtenstein». Das Buch wurde verboten, eingesammelt, dann aber zugelassen. Kaiser wurde 1848 - auch in Liechtenstein war die Revolution ausgebrochen - an die Spitze von Gemeindeausschüssen zur Formulierung von Forderungen berufen. Zwei von ihm verfasste Schreiben an den Fürsten drückten den Wunsch nach «Freiheit» aus, forderten eine freie Verfassung und die Entlastung des Grundeigentums. Vom April bis September 1848 vertrat Kaiser das Fürstentum Liechtenstein, das Mitglied des Deutschen Bundes war, in der Nationalversammlung in Frankfurt. Nach der Rückgabe des Mandates war Kaisers politische Tätigkeit abgeschlossen. Die Wahl in den Landrat nahm er nicht mehr aktiv wahr. Im 20. Jahrhundert wurde die Person Peter Kaiser zu einer Integrationsfigur stilisiert. Er wurde das Thema von Studien, seine Werke fanden Neuauflagen, auf einer Briefmarke ist er verewigt, vor der Kirche in Mauren steht sein Denkmal. Er wird als "Erwecker und Prophet" des liechtensteinischen Volkes bezeichnet, und als Stifter «einer liechtensteinischen Identität». Der politische, auf Ausgleich bedachte Peter Kaiser gilt als aufgeklärter liberaler Katholik mit konservativen Zügen, als «ein Repräsentant der liberalen Bewegungskräfte seiner Zeit». Seine politische und historiographische Wirksamkeit für Liechtenstein hat bis heute nachhaltigen Einfluss ausgeübt. Was die Bedeutung von Peter Kaiser für den Kanton Graubünden betrifft, sei auf die folgende Veröffentlichung hingewiesen: Martin BUNDI, Peter Kaiser und sein Wirken in Graubünden, in: JbHVLiechtenstein 89, 1991, S. 153-176
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