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Kathedrale Chur

1. Etappe der Restaurierung

Das von der Architektengemeinschaft R. Fontana und G. Signorell vorgelegte Gesamtprojekt der Restaurierung der Kathedrale Chur sieht drei Etappen vor. In der ersten Etappe werden der kostbare spätgotische Flügelaltar und das ihn umgebende Altarhaus restauriert. Das Altargehäuse ist aus vielen Einzelteilen zusammengesetzt, die mit unterschiedlichen Techniken untereinander verbunden sind. Es wäre kaum möglich gewesen, ihn in seine Einzelteile zu zerlegen und in einer externen Werkstatt zu konservieren. Auch der damit verbundene Klimawechsel hätte ihm zu schaffen gemacht. Deshalb hat man eine bessere Lösung gesucht und hat den ganzen Bereich des Hochaltars eingehaust. So können die Arbeiten vor Ort ausgeführt werden. Damit weder die Restauratoren noch die Kirchgänger im Winter frieren müssen, ist die Warmluftheizung den neuen Gegebenheiten angepasst worden.

In der zweiten Etappe wird der Rest der Kirche ausser dem nördlichen Seitenschiff restauriert. Im nördlichen Seitenschiff soll eine Kapelle hauptsächlich für die Werktagsgottesdienste eingerichtet werden. Die Mutterkirche der Diözese wird also nie ganz geschlossen sein, damit sie immer ein Ort des Gebetes bleibt. In der dritten Etappe wird dann auch noch das nördliche Seitenschiff restauriert werden. Das ganze Projekt dauert vor-aussichtlich sechs bis sieben Jahre.

Für die Restaurierung des Hochaltares ist ein Team von ausgewiesenen Restauratoren gebildet worden. Die administrative Leitung liegt bei Restaurator Andreas Franz, Küsnacht ZH. Weiter gehören zum Team die Restauratoren Oskar Emmenegger, Zizers GR, Jörg Joos, Andeer GR, Matthias Mutter, Naters VS, Ivano Rampa GR. Auch wenn dies noch nicht überall selbstverständlich ist, verlangt eine so komplexe und anspruchsvolle Aufgabe nach den heutigen Vorstellungen die Arbeit im Team.

Es geht vor allem darum, die Substanz des Hochaltars zu sichern und ihn so weit als möglich zu reinigen. Dann kommt das ihn umgebende Altarhaus an die Reihe. Auch dieses bedarf mindestens einer gründlichen Reinigung. Ausserdem müssen die elektrischen Installationen vor allem für die Beleuchtung vollständig erneuert werden. Erst danach wird man allenfalls an ästhetischen Verbesserungen denken. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass bereits die sorgfältige Reinigung sehr viel bringen wird.

Das Restauratorenteam wird begleitet von der Fachkommission, die von Prof. Dr. Georg Mörsch vom Institut für Denkmalpflege der ETH Zürich geleitet wird. Weiter gehören ihr an
Dr. Hans Rutishauser, der kantonale Denkmalpfleger des Kantons Graubünden,
H. F. Reichwald, der Oberkonservator des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg,
Norbert W. Hasler, der Direktor des Liechtensteinischen Landesmuseums,
P. Calonder, dipl. Architekt ETH / SIA / SWB und
Domherr Christoph Casetti.
Beraten wird die Kommission von den Bundesexpertinnen und -experten:
Dr. Beatrice Sendner-Rieger im Bereich der Denkmalpflege,
Dr. Alessandra Antonini im Bereich der Archäologie und
Dr. Christian Heydrich für den Hochaltar.

Die Bauherrschaft liegt beim Stiftungsrat der Kathedralstiftung. Wie dieser sich von der Fachkommission in allen Fragen beraten lässt, welche das Projekt der Restaurierung betreffen, so lässt er sich von einer Finanzkommission in den Fragen beraten, welche das Finanzierungskonzept betreffen. Für die Ausführung der beschlossenen Baumassnahmen ist die Baukommission zuständig. Vgl. dazu das Organigramm und den Artikel Eindrücke von der Restaurierung des Hochaltars.

C. Casetti

Spendenkonto:

UBS AG
8098 Zürich
PC-Konto 80-2-2
K.to Nr. 208-Q0814649. 0 208
Kathedral-Stiftung der Diözese Chur
Zahlungszweck: Kathedrale

 


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