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Abschluss der Restaurierungsarbeiten am Hochaltar
Die erste Etappe ist geschafft!

Im Januar 2003 konnten die umfassenden Konservierungsmassnahmen am Hochaltar der Kathedrale von Chur abgeschlossen werden und damit der Startschuss für die zweite, grosse Bauetappe gegeben werden.
Ein erfolgreicher Start ...

Blick hinter die Abdeckung des Hochaltars auf den frisch renovierten Flügelaltar. Da die weiteren Restaurierungsarbeiten der Hauptetappe in den angrenzenden Teilen des Innenraums der Kathedrale stattfinden, wird der Hochaltar noch für eine längere Zeitspanne in seiner schützenden Einhausung bleiben

Seit Sommer 2001 hatten die Restauratoren Oskar Emmenegger, Matthias Mutter, Ivano Rampa, Andreas Franz sowie Jürg Joos den 3-flügeligen Altar mit seinen über 150 Schnitzfiguren Stück für Stück gereinigt und konserviert. Grössere, den Gesamteindruck störende Fehlstellen wurden retuschiert und die losen Fassungsteile, die sich an manchen Orten in zahlreichen kleinen Splittern von der Grundierung abhoben, zurück fixiert. Durch die Reinigung insbesondereder Inkarnate (Gesichter, Hände) gewann der Hochaltar viel von seiner ursprünglichen Schönheit zurück, ohne dass dadurch die natürliche Patina verloren gegangen wäre. So sehen wir den Hochaltar heute wieder so, wie schon das Kirchenvolk vor über 500 Jahren.

Bildlegende: Vor- und Schlusszustand zweier Skulpturen (bussfertiger und unbussfertiger Schächer) von der Rückseite des Churer Hochaltares von Jakob Russ 1492.
Links der gereinigte und retuschierte bussfertige, rechts der unbehandelte unbussfertige Schächer mit der 40 Jahre alten Verschmutzung welche die Feinheit und Qualität der Schnitzerei und Bemalung vor dem Betrachter verborgen hielten.


Die Aura des Denkmals wahren

Noch vor einigen Jahrzehnten betrieb man Restaurierung nach dem Prinzip der vermeintlichen Verbesserung. Da wurde auch mal ergänzt und übermalt, wenn die ursprüngliche Fassung abgesprungen war. Derart spektakuläre Neugestaltungen sind heute gemäss Professor Georg Mörsch vom Institut für Denkmalpflege in Zürich, der das fachliche Gewissen der Restaurierungsarbeiten verkörpert, kein Thema mehr. Vielmehr versuche man, die Ausstrahlung der überlieferten Substanz zu erhalten und ihre Suggestivkraft wieder spürbar zu machen. Und das nachhaltig. So wurde neben den eigentlichen Arbeiten am Altar auch immense Arbeit in die minutiöse Dokumentation aller durchgeführten Massnahmen investiert. Diese erste, wichtige Etappe konnte vor allem dank der Spende der Gedächtnisstiftung Peter-Kaiser aus Liechtenstein ausgeführt werden.


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