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Neue Wege im Orgelbau

Die Gesamtrestaurierung der Kathedrale steht ganz im Zeichen der behutsamen Konservierung des Bauwerkes und seiner Kunstschätze.Doch es gibt auch Objekte, deren völlige Erneuerung unumgänglich ist. Ein solcher Fall ist die Domorgel.
Die alte Orgel war technisch in einem schlechten Zustand und so verschachtelt gebaut, dass Wartungsarbeiten praktisch unmöglich waren. Ausfälle von Orgelregistern oder -pfeifen häuften sich und konnten nur noch durch geschickte Improvisationen ausgeglichen werden. Um die Situation zu verbessern, entschied man sich für eine Verkleinerung der Orgel auf 41 Register. Nun zeigte sich bei der Planung, dass die neue Orgel bei einer wartungsfreundlichen Bauweise ebenso gross werden würde wie die alte. Sie würde ausserdem die Sicht auf das grosse Westfenster noch mehr beeinträchtigen als dies bei der bisherigen Orgel der Fall war. Um das zu vermeiden, wird nun ein anderer Weg beschritten. Die neue Orgel wird zweigeschossig konzipiert. Auf dem Boden des Hauptschiffes werden zwei schlanke Orgeltürme zu stehen kommen, welche durch die Empore optisch verbunden sind. Bei dieser Lösung ist die Orgel auf der Empore nur noch etwa halb so tief und die Sicht auf das Westfenster bleibt frei. Besonders erfreulich ist, dass trotz der gewünschten Verkleinerung der Empore der Domchor immer noch dort Platz finden wird. Die Kosten bleiben im Rahmen des ursprünglichen Projektes, das mit 1.8 Millionen Franken angesetzt ist. Die Suche nach grosszügigen Spendern für dieses wichtige Projekt ist angelaufen.

 

Abgebaut und sorgsam
aufgereiht. Die kostbaren
Goll'schen Pfeifen
der alten Domorgel
werden in der neuen
Orgel wiederverwendet.


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