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Priesterjahr 2009/2010 Wort
des Bischofs zum Liebe
Mitbrüder im priesterlichen Dienst, Am 19. Juni 2009 begehen wir das Herz-Jesu-Fest. Es will uns die Liebe Christi vergegenwärtigen. Es will uns in Erinnerung rufen, dass wir durch das Blut des Lammes für Gott losgekauft wurden (vgl. Offb 5,9) und dass das Herz unseres Herrn immer für uns schlägt, für unser Heil und für das Heil der ganzen Welt. Ich bitte daher alle Gläubigen, vor allem aber die Priester, diesen Tag ganz besonders in der Anbetung und in der Betrachtung der Liebe Gottes zu uns Menschen zu verbringen und dem Herzen unseres Erlösers die Rettung aller Menschen anzuvertrauen. Durch seine Gnade bewirke er die Umkehr der Herzen, die Hinwendung zum Schöpfer und Herrn aller Dinge und ein Leben nach Gottes Willen. Der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., hat das Herz-Jesu-Fest 2009 als Ausgangspunkt für das Priester-Jahr 2009/2010 gewählt. Dadurch wird uns bewusst, wie sehr das Priestertum mit dem Herzen des Erlösers verbunden ist, wie sehr der Priester seinen Auftrag vom Herzen unseres Herrn her zu verstehen und zu erfüllen hat. Durch den Dienst am Altar nimmt der Priester in besonderer und ausdrücklicher Weise am Opfer unseres Herrn teil und erfüllt dadurch "das, was an den Leiden Christi noch fehlt" (Kol 1,24). Denn in der Feier der Heiligen Messe erlangt das Priestertum seinen Höhepunkt. Nie ist der Priester mit dem Herrn so stark und so innig verbunden wie bei der heiligen Eucharistie. Nie ist der Herr dem Priester so nahe wie im Augenblick, da der Diener die Worte des Meisters erfüllt: "Tut dies zu meinem Gedächtnis" (1 Kor 11,24). Durch die "herzliche" Liebe unseres Erlösers mögen alle Priester den Ursprung ihres Auftrages wieder neu entdecken und ihren priesterlichen Dienst aus der Quelle des göttlichen Erbarmens erneuern, damit sie ihren Auftrag, ihre missionarische Identität, umso glaubwürdiger und überzeugender leben und erfüllen können. Darum wollen wir den Herrn in diesem Jahr ganz besonders bitten. Wir wollen ins Herz Jesu hinein auch die Sorge um den Priesternachwuchs legen. Der Herr bewirke, dass viele junge Männer die Kraft und den Willen zum selbstlosen und aufopfernden priesterlichen Dienst erhalten; dass sie sich im Geist des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit ganz dem Herrn der Ernte zur Verfügung stellen und sich aufmachen, um Christus nachzufolgen. Sie sollen begreifen lernen, was die Worte des Herrn bedeuten: "Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet ("hasst"), dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein" (Lk 14,25-27). In diesem Sinn bitte ich um noch mehr Gebet im Priester-Jahr 2009/2010, und dies zusammen mit der Heiligung des Sonntags, der vermehrten Teilnahme an der heiligen Messe, dem öfteren und würdigen, durch die heilige Beichte vorbereiteten Empfang der heiligen Kommunion und dem wahrhaft christlichen Glaubenszeugnis im Alltag - alles Mittel, welche unser Gebet verstärken und unseren Willen zur Heiligung unseres Lebens und des Lebens der ganzen Welt zu erkennen geben. Möge der Herr vom Herz-Jesu-Fest her seinen Segen über dieses Priester-Jahr ausbreiten und uns auf die Fürsprache der Unbefleckten Empfängnis und des heiligen Pfarrers von Ars eine Zeit der Gnade und des Heiles schenken. Mit allen im Gebet verbunden lasse ich Euch, liebe Priester, und allen Gläubigen meinen bischöflichen Segen zukommen. + Dr.
Vitus Huonder |
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