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Predigt von Bischof Vitus Huonder anlässlich der Erwachsenentaufe und -firmung vom 8. September 2018 in der Kathedrale in Chur

Meine Lieben,

wir feiern heute die drei Sakramente der Einführung ins Christsein: Die heilige Taufe, die heilige Firmung und das allerheiligste Sakrament des Altares. Durch die heilige Taufe empfangen wir die heiligmachende Gnade und werden Kinder Gottes des Neuen Bundes. Wir werden von der Erbsünde befreit und in die Kirche Christi eingegliedert. Durch die heilige Firmung stärkt der Heilige Geist das neue Leben der Taufe und macht uns fähig, als Zeugen des Glaubens, als Zeugen Christi zu wirken. Das allerheiligste Sakrament des Altares führt uns zur Quelle aller Gnaden, zum Opfer des Kreuzes und schenkt uns bei der heiligen Kommunion die Vereinigung mit Jesus Christus. Jesus selber, der Sohn Gottes, nährt uns geistigerweise mit seinem heiligen Leib und seinem kostbaren Blut.
Durch den Empfang dieser drei Sakramente dürfen wir am Leben Gottes teilnehmen und schon jetzt, auf verborgene Weise, an der ewigen Glückseligkeit teilhaben.
Nun kommt es oft vor, dass Menschen mir sagen: Die Taufe, das ist wunderbar; die Firmung, das ist einzigartig; das heilige Messopfer ist erhebend, deshalb möchte ich Christ sein, deshalb möchte ich katholisch sein. Es stimmt, alle diese Riten haben einen äußeren Glanz und hinterlassen in vielen Menschen einen tiefen Eindruck. Dabei vergessen aber viele, dass mit dem Empfang dieser Sakramente auch eine entsprechende Lebensführung verbunden ist. Es ist zu wenig, dass wir uns nur an schönen Feiern erfreuen. Wir müssen daraus für unser Leben die Konsequenzen ziehen. Das bedeutet: Wir müssen ein gutes Leben führen, ein heiliges Leben. Zur Taufe gehört ein heiliges Leben; zur Firmung gehört ein heiliges Leben; zum Empfang der heiligen Kommunion gehört ein heiliges Leben. Wenn wir als Getaufte und Gefirmte und als Teilhaber am heiligen Leib und am kostbaren Blut unseres Herrn nicht ein heiliges Leben führen, dann sind wir bei Äußerlichkeiten stehen geblieben, aber unser innerer Mensch ist immer noch der alte, der Sünde verhaftete Mensch.
Deshalb bitte ich Euch, bevor ich die Taufe vornehme, bevor ich die Firmung spende und bevor ich mit Euch das heilige Opfer feiere, in Zukunft ein heiliges Leben zu führen, nach dem Guten zu streben und nach Gottes Geboten zu leben. Ich gehe natürlich davon aus, dass jene Personen und Priester, welche Euch auf diesen Tag vorbereitet haben, Euch wirklich ins christliche Leben eingeführt haben. Jedenfalls, um euch zu orientieren, was ein christliches Leben bedeutet, empfehle ich Euch einen guten Beichtspiegel. Ich gehe davon aus, dass Ihr auch diesbezüglich unterwiesen worden seid. Der Beichtspiegel ist der beste Leitfaden für ein christ­liches Leben, und die heilige Beich­te ist das beste Mittel, um euch in der Gnade der Taufe und der Firmung regelmäßig zu erneuern und ebenso um euch immer wieder auf den würdigen Empfang der heiligen Kommunion vorzubereiten.
Möge der Heilige Geist, den Ihr heute in reichem Maß empfangt, Euch helfen, heilig zu leben, dem Herrn zu gefallen und einst ins ewige Leben mit Gott und seinen Heiligen zu gelangen. Amen. 

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