Internationale Messe in der Pius X Basilika
Predigt des Bischofs
Liebe Mitbrüder im Bischofsamt, liebe Mitbrüder,
liebe Pilgerinnen und Pilger!
Der heilige Petrus begann am Pfingsttag – erfüllt vom Heiligen Geist – zu sprechen. Er verkündete Jesus als «Herrn und Christus.»
Er ist Ursprung und Ziel des ganzen Universums und vor allem des menschlichen Lebens. Christus, der Gesalbte in Fülle, ist somit die Quelle des Geistes und des Lebens – der Liebe und des Heils für jeden Menschen und für alle Menschen.
Für die Geschicke und Ereignisse in unserer Welt bleibt er die wirkliche Erklärung, die einzige Hoffnung. In ihm finden das Sakrale und das Profane ihre wahre und endgültige Entfaltung.
Wie Jesus sagte: Er ist der Hirt der Schafe, die Tür zu den Schafen, der Weg, die Wahrheit und das Leben – das Licht der Welt.
En los inicios del cristianismo, la gente lo entendió así. Y así, en un solo día, 3.000 nuevos cristianos se atrevieron a seguir a nuestro Señor, como acabamos de escuchar.
Estamos llamados a continuar esta historia de salvación. La salvación es Cristo. La salvación viene de Cristo. Y podemos experimentar personalmente que Él nos ama y nos sana.
Pero eso por sí solo no basta. El amor es siempre un regalo, un don y una entrega. A través de él, con él y en él, debemos ser personas a través de las cuales su salvación y su amor lleguen a los demás. Como portadores y portadoras de Cristo, debemos ser «portadores de amor» y «dadores de salvación».
In der zweiten Lesung haben wir die Worte aus dem ersten Petrusbrief gehört: «Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht; als er litt, drohte er nicht.»
Unser Erlöser ist auch – und nicht zuletzt – der Friede für die Welt. Er bringt den Frieden ohne Waffen und Gewalt, ohne Aggressivität und Anmassung. In seiner Nachfolge dürfen auch wir Frieden für die Welt sein.
Wir alle sind zutiefst erschüttert angesichts der gegenwärtigen Kriege in der Welt. Umso mehr erwartet Gott von uns, dass wir Menschen des Friedens werden: Menschen der Versöhnung, des Verständnisses, der Eintracht und des Dialogs.
Il mondo ha urgente bisogno di noi come persone che non escludono nessuno. Persone pronte a vivere una fratellanza universale. Abbiamo bisogno di un cuore in cui tutte le nazioni, i popoli, le lingue e le religioni possano trovare una casa.
Siamo convinti: la Madonna, l’Immacolata Concezione – immacolata perché nel suo cuore non c’è traccia di discordia –, oggi ci invia nel mondo come ambasciatrici e ambasciatori di pace.
Erst kürzlich, am 12. April dieses Jahres, hat der Heilige Vater einen Brief an alle Kardinäle geschrieben. Darin steht etwas, das auch für uns zum Lebensprogramm werden sollte:
Selbst wenn die Kirche sich als Minderheit versteht, ist sie aufgerufen, ohne Komplexe zu leben – als «kleine Herde», die allen Hoffnung bringt. Wir dürfen nie vergessen: Das Ziel der Mission ist nicht das eigene Überleben, sondern die Weitergabe der Liebe, mit der Gott die Welt liebt.
Chers pèlerins, chers frères et sœurs dans le Christ :
Soyons partout un signe d’amour pour ce monde! Soyons le reflet de l’amour de Dieu. Transmettons cet amour, avec la ferme conviction que le Christ est et reste le Seigneur de l’histoire.
Il nous a promis : « Je suis venu afin qu’ils aient la vie et qu’ils l’aient en abondance. » Il est là. Ici, avec nous et pour nous. Sur tous les autels et dans nos cœurs. Il est là pour être la vie en abondance – pour les malades et les bien portants, pour les jeunes et les personnes âgées, pour les femmes et les hommes. Amen.
Lourdes, 26. April 2026
Joseph Maria Bonnemain
Bischof von Chur