Dank an alle Mitarbeitenden - Abschluss des Bistumsjahres

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Abschluss des Bistumsjahres - Dankesanlass  

 

Liebe Mittragende und Mitgestaltende des kirchlichen Lebens in unserem Bistum

Sie wirken – ihr wirkt – in sehr unterschiedlichen Ämtern, Aufgaben, Diensten, Bereichen, an verschiedenen Orten und Stellen. Wir sind heute hier zusammen, um uns gegenseitig dafür zu danken. Ich bin der Erste, der im Namen unseres Gottes und unserer Kirche Ihnen allen/euch allen ganz herzlich danken will. Wir bilden eine sehr bunte, vielseitige Realität und zugleich schliesslich eine einträchtige Familie: über alle Unterschiede hinweg sind wir alle Kinder desselben göttlichen Vaters, Kinder Gottes. Wir dürfen die Vergangenheit und die Gegenwart betrachten sowie die Zukunft ins Auge fassen und mit Paulus sagen: «Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!» Wir sind Kinder und Erben Gottes, Miterben Christi. Wir arbeiten nicht für … und setzen uns nicht für ein rein irdisches Unterfangen ein, allein für menschliche Projekte oder zu Gunsten bloss zeitlicher Institutionen. Grundlage und Garantie unseres Wirkens ist Gott selber. Wir bilden zusammen die Kirche unsers Herrn Jesus Christus, für die er heute und bis zum Ende der Zeiten Sorge trägt. Wir können keine bessere Versicherung haben.

Wir haben gehört, was sich am Ufer des Sees Gennesaret ereignete. Das Volk drängte sich um Jesus und wollte das Wort Gottes hören. Das Wort Gottes begegnet uns in vielen Bereichen. Es gibt viele Möglichkeiten, das Wort Gottes zu erfahren: Die Bibel, eine Predigt, ein Vortrag, Kurse, das Theologiestudium, Bücher, der Katechismus, Bildungskreise, Exerzitien usw. Das Wort Gottes bewegt uns, ernährt und prägt uns erst aber dann, wenn wir es – wie damals die Menschen – direkt vom Gottessohn vermittelt bekommen. Anders gesagt: Das Wort Gottes fruchtet in uns vor allem, wenn wir es betend, es im Dialog mit unserem Herrn betrachten. Das heisst: Entweder werden wir Betende oder bleiben wir unwirksame Theoretiker des Christentums. Gerade gegenwärtig haben wir es in der Kirche dringend nötig, dass alle Gläubigen und auch alle in ihr Tätigen Menschen des Gebetes werden, sonst bleiben wir Manager, Organisatoren, Veranstalter, Dozierende, aber nicht Getaufte und Gefirmte, die von der Heilssendung überzeugt sind und durch Anziehung die Frohbotschaft weitergeben.

Nicht zufälligerweise hat der Herr Simon und seine Gefährten ausgewählt, um von ihrem Boot aus zu predigen. Sie hatten eine erfolgslose und entmutigende Nacht erlebt – ohne Fischfang, ohne Ergebnisse – sie hatten «nichts gefangen». Der Herr begegnete ihnen dennoch beim Waschen der Netze. Das heisst: Sie bereiteten sich vor und richteten sich für den nächsten Fischgang ein. Sie wollten also nicht aufgeben, nicht aussteigen; sie kamen nicht auf den Gedanken, es würde sich nicht lohnen. Sie blieben konsequent und treu, auch wenn die Lage ernüchternd war. Manche Tage, Perioden unseres Wirkens können uns auch unfruchtbar vorkommen, ohne sichtbare Ergebnisse. Nicht immer haben wir es mit vollen Kirchen zu tun. Manchmal vermissen wir – obwohl wir uns grossherzig engagieren – Anerkennung und Wertschätzung. Es kann auch sein, dass wir den bitteren Geschmack von Missverständnissen und Spannungen erfahren. Ihr seid/Sie sind dennoch bereit, weiter für die Kirche unseres Herrn und seinen «Menschenfang» zu wirken. Dies ist eine Bereitschaft, die nochmals einen grossen Dank verdient, gerade dann, wenn trotz Müdigkeit ein gekonnter, professioneller Dienst geleistet wird. Der heutige Dankesanlass ist mehr als berechtigt.

Liebe Schwestern und Brüder, der wirkliche Fischer, der Menschenfischer schlechthin, der Retter und Erlöser der Menschen ist Jesus Christus selbst. Wir stellen ihm das Boot, unsere gebrauchten/verbrauchten Netze, das eigene Können, die eigene Müdigkeit zur Verfügung in der Überzeugung, dass er all das einsetzen und in einen erfolgreichen Fang verwandeln kann. Ein Element sticht aus dem heutigen Evangelium heraus: Die Jünger wirkten zusammen. Nur beide Boote zusammen brachten den reichen Fischfang an Land. Wir sind durch und durch Gemeinschaft und nur als Gemeinschaft, in Eintracht, geschwisterlich werden wir dem Auftrag Jesu treu sein können. Die Versuchung auszusteigen, als Einzelgänger oder Einzelgängerin Kirche zu sein, eine private Kirche nach unserem Gusto zu organisieren, zusammenzubasteln, sollten wir stets überwinden, wenn wir für Kirche und Gesellschaft Gutes wirken möchten.

Im Mittelpunkt des heutigen Evangeliums steht der Aufruf des Herrn: «Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!» Dieser Ruf ist heute aktueller denn je. Wir dürfen nicht bei den Schwierigkeiten stecken bleiben, auch nicht bei dem, was wir schon immer gemacht haben. Wir dürfen es wagen, kreativ und innovativ zu sein. Wir sind berufen, hinauszugehen, wo andere Menschen wirken und uns intern und extern vernetzen.

Wir sind eingeladen, in die Tiefe zu gehen – wie ich schon gesagt habe – Menschen der Innerlichkeit zu sein. Jesus ruft uns auf, mutig in die letzten Winkel und Ecken der Pfarreien hinauszugehen, ohne Dinge zu organisieren und gemütlich zu warten, dass die Menschen zu uns kommen. Es ist das Gebot der Stunde, überall hinzugehen, zu den Familien, Vereinen, Gruppen, Institutionen, Anlässe, Veranstaltungen, Initiativen aller Art, mittendrin zu sein, wo die Menschen wirken. Mit Christus wollen wir hinausgehen und ganz tief in den jeweiligen gesellschaftlichen und sozialen Realitäten engagiert sein.

Christinnen und Christen der heutigen Welt und Kirche sind dazu berufen, in der Tiefe der harten Schicksale von Armut, Einsamkeit, erlittener Ungerechtigkeit, von Diskriminierung und Ausbeutung gegenwärtig zu sein. Dorthin gehen wir mit Christus und dort finden wir Christus, der auf uns wartet. Wir wagen die Tiefe der Geschwisterlichkeit und wir begnügen uns nicht mit der Oberfläche von Konflikten. Die Einheit ist wichtiger als der Konflikt.

Wir gehen auf die Hohe See, wir initiieren Prozesse der Erneuerung ohne genau zu wissen, wohin diese führen. Er, der wirkliche Fischer, ist mit uns. Und die solideste Sicherheit, um das zu tun, ist das Bewusstsein der eigenen Schwäche. Es geht um Bescheidenheit und Demut, um Ehrlichkeit und Transparenz. Petrus wusste, dass er auf sich allein gestellt, nicht bestehen konnte. Petrus ist gestützt auf Christus der Fels der Kirche geworden. Wie Paulus sagte: «Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.» Es gibt zwei Momente in der Eucharistiefeier, die mich jedes Mal tief ergreifen. Zu Beginn mit dem Bittruf: Herr, erbarme dich unser! Und vor dem Schlusssegen: Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. Amen

 

Pfäffikon, 26. Juni 2026

Joseph Maria Bonnemain
Bischof von Chur

 

Fotos: Nicole Büchel

Begrüssung - Generalvikar Bernhard Willi

«Wir sind zusammen in Jesus Namen…», so haben wir gesungen. Jesus Christus hat uns gerufen, als kirchliche Mitarbeitende in ganz verschiedenen Bereichen. Ich habe die Anmeldungsliste durchforscht, wir haben Menschen, die in der Pfarrei arbeiten, in der Sakristei, im Pfarreizentrum, im Pfarrbüro, IT-Koordination und Kommunikation, im Religionsunterricht und Katechese, die Frauen und Männer in der Kirchenmusik und in Seelsorge und Pfarreileitung. Wir haben Menschen in der kategorialen Seelsorge, in den Fremdsprachigen Missionen, Jugendseelsorge, Gefängnisseelsorge, Spitalseelsorge und im Asylwesen und in Fachstellen für RU, an der Hochschule und in der kirchl. Sozialarbeit.

Eine grosse Vielfalt – alle haben den Ruf von Jesus vernommen, so wie die Jünger am Ufer des Sees Genezareth, als Jesus sie in seine Nachfolge gerufen hat.

 

Fürbitten - Kanzlerin Donata Bricci

Bischof Joseph Maria:

Gütiger Gott, Du Ursprung allen Seins und Daseins. In Deinem Sohn Jesus Christus hast Du uns, Deine übergrosse Liebe gezeigt und bist uns Menschen ganz nahegekommen. In seinem Auftrag und in seiner Nachfolge setzen wir uns - gestärkt durch den Hl. Geist – mit den je eigenen Gaben für das Reich Gottes ein. Voll Dankbarkeit kommen wir mit unseren Anliegen zu Dir:

Kanzlerin Donata Bricci:

- Wir danken Dir, dass Du Menschen mit ganz unterschiedlichen Begabungen in den Dienst der Kirche berufen hast. Hilf uns, dass wir allen Frauen und Männern im kirchlichen Dienst – von der Raumpflegerin über den Sakristan, die Katechetin, den Kirchenmusiker bis zur Pfarreiseelsorgerin, Diakonen und Priestern – gleichermassen Wertschätzung zeigen und eine gute Zusammenarbeit gelingt.

- Wir danken Dir für die treuen Pfarreiangehörigen, für die Kirchenbehörden und die Freiwilligen. Stärke unsere Gemeinschaft vor Ort und lass das gute Zusammenwirken von Pfarrei und Kirchgemeinde und unter den bezahlten und unbezahlten kirchlich Engagierten Früchte tragen und in die Gesellschaft ausstrahlen.

- Wir danken Dir für unseren Diözesanbischof Joseph Maria, für sein unermüdliches Wirken und seine Unterstützung. Stärke ihn bei seinen vielfältigen und herausfordernden Hirtenaufgaben, erhalte ihn bei guter Gesundheit und beschütze ihn auf all seinen Wegen.

- Wir danken Dir dafür, dass wir in Frieden und Freiheit leben dürfen. Wir denken an die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Kriegsgebieten, in Flüchtlingslagern, in Slums und mit Menschen am Rande der Gesellschaft ausharren, Trost spenden und Unterstützung geben. Begleite sie mit Deinem Schutz und Segen und stärke sie für den Dienst am Nächsten.

- Wir denken in Dankbarkeit an alle kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns vorausgegangen sind und nicht mehr unter uns weilen. Vergilt ihnen alles, was sie an Gutem getan haben, und schenke ihnen die ewige Freude bei Dir.

Bischof Joseph Maria:

Guter Gott, diese und alle unsere unausgesprochenen Bitten vertrauen wir Dir an und danken Dir, dass Du uns erhörst. Der Du lebst und wirkst, in Einheit mit dem Sohn und dem Hl. Geist, jetzt und in alle Zukunft. Amen.

 

Dank - Bischofsrätin Brigitte Fischer Züger

Wir sind mit dem Feiern des Gottesdienstes nun mitten im Fest angekommen. Bevor wir uns in Bewegung setzen, möchte ich schon jetzt den Dank aussprechen an alle, die mit z.T. enormem Einsatz dieses Fest überhaupt möglich gemacht haben. Im Namen des Bischofsrates danke ich allen, die diesen Anlass organisiert haben und allen, die heute im Einsatz sind und uns tatkräftig unterstützen.  

Am Anfang war die Idee von mir und Bernhard Willi, der Wunsch, dass die gesamte Bistumsleitung mit einem besonderen Anlass allen kirchlichen Mitarbeitenden ein sichtbares Dankeschön sagt: eine Grillparty am See mit dem Motto «Weil uns die Kirche nicht Wurst ist!» Unser Bischof war gleich Feuer und Flamme und auch die übrigen Kolleginnen und Kollegen im Bischofsrat. Bernhard Willi und ich suchten nach einem geeigneten Ort und klopften in Pfäffikon an – Pfäffikon ist sozusagen ein Heimspiel für mich und meinen Mann Beat Züger. Wir haben mit dem OK-Team vor Ort, mit dem Pfäffiker Kirchenratspräsidenten Armin Immoos und der Kirchenrätin Anita Mathis der Kirchgemeinde Freienbach und der Seelsorgerin Brigida Arndgen von der Pfarrei Pfäffikon das grosse Los gezogen. Ohne ihr grosses Engagement, ihr Organisationstalent und ihre Kreativität wäre es für das Generalvikariat Urschweiz nicht möglich gewesen, dies alles auf die Beine zu stellen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Mitglieder des katholischen Turnvereins Freienbach als Grillmeister und die Mitglieder der Frauengemeinschaft Pfäffikon und weiteren Helferinnen beim Buffet, Getränkeausgabe und am Grill. Ein Dank geht auch an Anita Mettler vom GV Urschweiz, die alle An- und Abmeldungen entgegengenommen und bis zum Schluss alle Fragen rund ums Fest beantwortet hat. Ein Dankeschön an Adeline Marty aus Feusisberg für die wunderbare musikalische Begleitung, ein besonderes Dankeschön an den Sakristan, Thomas Knobel, und Team und den Ministranten aus Pfäffikon, Julian Mäder, Luisa und Samuel Zucchi, an Diakon Beat Züger und meine Kolleginnen und Kollegen im Bischofsrat.

Last but not least gilt ein besonderes Dankeschön GV Bernhard Willi, dem OK-Präsidenten und Generalstabschef dieses Festes. In unzähligen Tages- und Nachtschichten hat er über den Ortsplänen gebrütet, Abläufe geschrieben und den Anlass bis ins Detail geplant. Wäre er nicht Priester geworden, wäre er wohl heute ein gefragter Event Manager. Er und alle Mitwirkenden haben einen grossen Applaus verdient.

Mit diesem Dankanlass für die kirchlichen Mitarbeitenden geht nun wirklich das Bistumsjahr zu Ende. Lieber Bischof Joseph Maria, dir vielen Dank für den Anstoss und Impuls zu diesem Bistumsjahr mit den schönen und ergreifenden Anlässen, die wir feiern konnten. Mögen uns die drei Stichworte: hören – handeln – hoffen, uns weiterbegleiten und uns immer wieder anspornen für unseren Dienst in der Kirche und in unserem Bistum.

 

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