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Begrüssung und Predigt von Bischof Peter Bürcher, Apostolischer Administrator des Bistums Chur, anlässlich der Messfeier in der Liebfrauenkirche Zürich am 4. Juli 2019

Grüss Gott! Grüezi mitenand! Güete Tag wohl! Guten Tag! Buon giorno! Bun di! Buenos dias! Bonjour! Buenos dias! صباح الخير Sabah alkhyr! Olà! Basta per oggi …!

Das sind alles Grüsse und Worte von Dialekten und Sprachen, die man in Zürich und im Bistum Chur hören kann!

Und diese Worte richte ich, mit grosser Liebe, wie am ersten Tag meines Apostolischen Dienstes im Bistum Chur, nun an Sie alle, ganz besonders an diejenigen, die an Leib und Seele oder unter so manch anderen Enttäuschungen des Lebens leiden. Besonders für all diese Menschen und auch für alle anderen bin ich von Papst Franziskus als Apostolischer Administrator des Bistums Chur gesandt.

Dieser Tag ist ein wichtiger Tag! Ich danke dem Herrn ganz besonders heute mit Ihnen allen hier Anwesenden durch die Fürsprache Mariens.

Lasst uns also nun zu Beginn unserer heutigen Messfeier, in dieser schönen Liebfrauenkirche, alle miteinander und füreinander beten und uns bereit erklären, die Barmherzigkeit und den Frieden unseres Gottes zu empfangen.

 PREDIGT VON BISCHOF PETER BÜRCHER

Meine Lieben,

«Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt» (1 Kor 12, 4-7).

In diesem Sinne danke ich zuerst für all das Gute, das ich gesehen habe in der kurzen Zeit, in der ich nun für das Bistum Chur tätig bin. Als konkretes Beispiel kann ich die Beerdigung von Bischof Amédée erwähnen, wo ein repräsentativer Teil der Diözese in seiner Vielfalt anwesend war. Ich hatte in dieser kurzen Zeit nicht die Möglichkeit, all jene, mit denen ich gerne das Gespräch suchen würde, zu besuchen. Ich bitte um Geduld!

«Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn» (1 Kor 12,5). Was meine Mitarbeiter, die Priester, betrifft, ist es mir ein Anliegen, dass ich als Apostolischer Administrator mit allen Priestern der Diözese – soweit es mir möglich ist – meine Verantwortung teilen kann. Auch suche ich mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kirche eine gute Zusammenarbeit, mit jenen in leitenden Funktionen und mit jenen, die in Katechese und Diakonie in unserer Diözese arbeiten.

Mit ihnen allen und mit Weihbischof Marian, bin ich nicht Mitglied einer Firma! Wir sind alle, zuerst durch unsere Taufe und dann durch unsere verschiedenen Ämter und Dienste, Mitglieder der Kirche, «des heiligen Volkes Gottes, des Leibes Christi und Tempels des Heiligen Geistes» zum Lob seiner Weisheit und Liebe! Wie es der Apostel Paulus sagt: «Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen» (1 Kor 12,13).

Der hl. Johannes beschreibt die gleiche Realität mit den Worten Jesu selber: «Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen… Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet» (Joh 15, 5.7-8).

Deshalb bin ich für eine gute Ausbildung und Bildung sowie für eine Fortbildung der Dekanate sehr dankbar. Das Priesterseminar St. Luzi und die Theologische Hochschule Chur liegen mir am Herzen. Die räumliche Nähe zwischen mir und diesen Institutionen ist für mich bereits zu einem guten Boden für einen regelmässigen Austausch geworden.

Ja, «mein Vater», sagt Jesus, «wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet» (Joh 15, 8).

Im Bistum Chur sind die Rebberge nicht überall die gleichen und der Wein auch nicht…! Unser Bistum kennt die unterschiedlichsten Regionen: urbane Zentren, aber auch ländlich geprägte Gegenden und verschiedene Sprachregionen. Soweit es mir die gegebene Zeit erlaubt, möchte ich die Diözese in ihrem ganzen Reichtum kennenlernen.

Zu den staatskirchenrechtlichen Körperschaften in unserem Bistum suche ich ebenfalls einen guten Kontakt, denn ich möchte mich mit allen in der Kirche verbunden wissen, die sich für den Aufbau des Reiches Christi einsetzen und somit ohne Angst die Frohe Botschaft Jesu in ihrem Alltag nicht nur verkündigen sondern auch konkret leben.

Oft wird heute der Blick auf das Evangelium leider durch jene verdunkelt, die nicht aus dem Geist Christi handeln und so die Kirche und die Menschen verletzen und schwächen. Darum möchte ich mich mit Ihnen allen für das Evangelium Christi einsetzen, das den Menschen die heilende Gegenwart Gottes schenkt und neue Hoffnung in unsere Gesellschaft hineinbringt. Diese Gnade können wir ganz besonders in der Eucharistie schöpfen. Bei der letzten Generalaudienz vom 26. Juni 2019, sagte Papst Franziskus: «Gerade weil die Christen gemeinsam miteinander unterwegs sind und füreinander sorgen, kann die Kirche ein authentisches liturgisches Leben führen. Die Liturgie drückt das Wesen der Kirche aus, sie ist ihr Atem, sie ist der Ort, wo wir dem Auferstandenen begegnen und seine Liebe erfahren, um sie in diese Welt zu bringen. Der Herr selbst gewährleistet das Wachstum der Kirche und so mögen unsere Gemeinschaften immer mehr zu Orten der Begegnung mit Gott und des brüderlichen Teilens, zu offenen Türen hin zum himmlischen Jerusalem werden!»

«Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet» (Joh 15, 6-8).

Amen

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