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Klarstellung betreffend die allfällige Verschiebung des Churer Bischofssitzes nach Zürich

Der emeritierte Weihbischof des Bistums Chur und ehemalige Zürcher Generalvikar Peter Henrici hat dem Informationsblatt der Zürcher Körperschaft vom Juli 2016 ein Interview gegeben. Darin antwortet er auf die Bemerkung des Journalisten: “Martin Grichting behauptet, Verantwortliche in Zürich wollten Chur den Bischofssitz wegnehmen” folgendermassen: “Das ist kompletter Unsinn. Kein Mensch will das”. Da verschiedene Medien über dieses Interview berichtet haben, nehmen wir dazu Stellung:

Der Präsident des Synodalrats der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich, Benno Schnüriger, sprach im Informationsblatt der Körperschaft vom April 2016 nicht mehr vom möglichen “Bischof von Zürich”, sondern vom “in Zürich residierenden Bischof”. Deutlicher wurde der Regionale Generalvikar für Zürich und Glarus, Josef Annen, in der gleichen Nummer des Informationsblattes: “So kann ich mir vorstellen, dass der Bischof in Zürich präsent und wohnhaft ist und gleichzeitig der alte Bischofssitz in Chur bestehen bleibt. Bozen-Brixen zeigt, wie das bestens funktionieren kann. Der Bischof hat bei den Menschen zu sein, nicht mehr wie zur Zeit Karls des Grossen die Alpenpässe zu bewachen”.

Bereits am 20. März 2016 liess sich der Präsident de des katholischen kirchgemeindeverbandes Obwalden, Willi Schmidlin, in der Zeitung “Schweiz am Sonntag” folgendermassen zitieren: “Es würde durchaus Sinn machen, wenn der Bischof dort wirkt, wo die meisten Gläubigen sind, beispielsweise in Zürich”. Im gleichen Zeitungsbeitrag wurde der Offizial des Bistums Chur, Joseph Bonnemain, folgendermassen zitiert: “Der Bischof könnte immer noch einige Tage in der Woche in Chur verbringen, doch sinnvoll ist sicher, wenn er mehrheitlich dort präsent ist und wirkt, wo die grösste Zahl der Menschen im Bistum leben und handeln”.

Gegen solche Versuche, den Churer Bischof nach Zürich zu verschieben und damit in Kauf zu nehmen, dass ein seit über 1500 Jahren bestehender Bischofssitz faktisch verwaist, hat sich Generalvikar Martin Grichting in einem Kurzvortrag vor der Kirchgemeinde Chur am 25. Mai 2016 und in der Schweizerischen Kirchenzeitung (24/2016) gewandt. Aufgrund zahlreicher, gut dokumentierter Aussagen aus jüngster Zeit, den Churer Bischofssitz faktisch nach Zürich verlegen zu wollen, erübrigen sich deshalb Verschwörungstheorien über angebliche Absichten von Generalvikar Martin Grichting, wie sie neuerdings vom “Tagesanzeiger” (7. Juli 2016, S. 21) verbreitet werden.

Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, publizieren wir in der Folge die erwähnten Dokumente.

Informationsblatt-ZH-April-2016

Schweiz-am-Sonntag-2016-03-20

Chur-KiG-Bi-ZH-1605

SKZ-24-2016

Giuseppe Gracia

Bischöflich Beauftragter für Medien und Kommunikation
Hof 19
7000 Chur
079 632 61 81

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